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Wir über uns
Die Schornsteinfeger-Innung Dresden ist eine Körperschaft des öffentlichen
Rechts.
Sie ist Mitglied im Landesinnungsverband (LIV) des Schornsteinfegerhandwerks
Sachsen und im Zentralinnungsverband (ZIV).
Wir sind nach dem integrierten Qualitäts-und Umweltmanagemtsystem
DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO 14001 zertifiziert.
Unsere Aufgabe ist die Interessenvertretung der Innungsmitglieder,
Organisation von Schulungen für die Innungsmitglieder, sowie die
Unterstützung der zuständigen Behörden im Regierungsbezirk Dresden.
Die Aufgaben der Innung werden vom Vorstand, dem Berufsbildungsausschuß, dem
technischen Ausschuß und dem Gesellenausschuß bearbeitet. Zusätzlich sind
noch interne Ausschüsse wie z.B. der Kassenprüfungsausschuß installiert.
Geschichte:
1522
Erlaß einer Feuerordnung für den Bereich der Stadt Dresden durch Herzog Georg, den Bärtigen.
1529
Diese Feuerordnung wird für das ganze Land Sachsen gültig. In diese Zeit fällt auch der erste Nachweis unseres Berufes in Sachsen. Der damals regierende Kurfürst August der I. bestellte sich einen Schornsteinfeger für seine Hofstadt, der zugleich die Feuerstätten der Residenzstadt Dresden zu betreuen hatte.
1635
Erste Bestallungsurkunde zweier Schornsteinfeger, Barthel Badriner und Nicol Krickstetten.
1642
Neue Feuerordnung durch Kurfürst Johann Georg den I.. Bei Bränden waren bestimmte Handwerker verpflichtet, mit ihren Gesellen und Lehrlingen sich an den Löscharbeiten zu beteiligen. Zu diesen Handwerkern gehörten die Feuermäuerkehrer. Diese Feuermäuerkehrer wurden angehalten, unter Androhung von Strafe, eine ordentliche Schornsteinreinigung durchzuführen. Diese Feuerordnung bestand mit Modifikationen fast 200 Jahre.
1648
Die Schornsteinfeger aus 16 Kursächsischen Städten bemühten sich unter Führung von Nicol Krickstätten aus Dresden und Jacob Fanthol aus Leipzig, gegen alle Tendenzen der Zeit, um die Erlaubnis zur Gründung einer Innung.
1662
Die Feuerordnung wurde durch bautechnische Bestimmungen ergänzt. Man fordert Brandgiebel, Feuerstätte und Feueresse aus Stein, Schindeldächer aus Holz werden verboten. Schornsteine und Rauchfänge sollen in solcher Weise ausgeführt werden, daß sie von innen bestiegen werden können.
1709
Bestätigung der Gründung der Schornsteinfeger-Innung Leipzig
Februar 1710
Kurfürst August der Starke bestätigte die beantragte Innung und deren 41 Artikel. Somit waren die Dresdner Schornsteinfeger in die Reihe der Innungen der Stadt Dresden eingetreten und hielten von nun an Ihre eigene Innungsverwaltung, Lade und Archiv. In der Folge unterschied man in Hoffeuermäuerkehrer sowie Stadt- und Landmeister.
1768- 1840
In dieser Zeit stieg die Zahl der Schornsteinfeger von 4 auf 8. Die Anforderungen an die Schornsteinfeger erhöhten sich ständig. Es bestand aber nicht die Pflicht zur Meisterprüfung.
1851
Das Königlich Sächsische Ministerium des Inneren verordnete die Einführung der Meisterprüfung für Schornsteinfeger.
1854
Es wurde für die Stadt Dresden trotz mehrseitigem Widerspruch die Einführung von Zwangs - Kehrbezirken verfügt. In diesem Regulativ zur Errichtung von Kehrbezirken wurden noch folgende wichtige Punkte bestimmt:
- Jeder Meister mußte innerhalb seines Bezirkes über sämtliche Feuerungsanlagen Aufsicht führen
- Jeder Meister hatte mit Gesellen und Lehrling bei der Brandbekämpfung Hilfe zu leisten
- Die Meister hatten allabendlich abwechselnd Feuerwache zu leisten
1867
In diesem Jahr erhält die Innung die Bezeichnung "Handwerk der Feuermäuerkehrer in der Königlich-Sächsischen Residenzstadt Dresden."
1867
Umwandlung der Innung in eine "Zwangs-Innung."
1900
Der Rat zu Dresden erließ neue ortspolizeiliche Bestimmungen über das Schornsteinfegerwesen. Danach ist der Verwaltungsbezirk der Stadt in Schornsteinfegerbezirke geteilt. Für jeden Schornsteinfegerbezirk wird ein Bezirksschornsteinfegermeister bestellt.
1901 - 1908
Durch die Eingemeindung verschiedener Vororte erhöhte sich die Anzahl der Kehrbezirke innerhalb Dresdens von 30 auf 47. Insgesamt wurden in der Innung 77 Kehrbezirke gezählt.
19. August 1920
In Dresden fand der 18. ordentliche Verbandstag der Schornsteinfegermeister des Deutschen Reiches statt. Eines der Hauptthemen war hier die Erhaltung der Strukturen des Handwerks.
1933 -1945
Mit der Machtübernahme durch das Dritte Reich wurden wie im gesamtendeutschen Handwerk Tendenzen der Gleichschaltung sichtbar. Vieles kam in der 1935 erlassenen Verordnung über das Schornsteinfegerwesen zum Ausdruck.
Die Schornsteinfeger-Innung - Dresden erlitt während des zweiten Weltkrieges schwere Verluste in den Reihen Ihrer Meister und Gesellen. Im Februar 1945 verlor die Schornsteinfeger-Innung beim Bombenangriff auf Dresden ihr gesamtes Innungseigentum. Wie groß die Vernichtung in der Stadt Dresden war, verdeutlichen folgende Zahlen. Waren es vor dem Angriff noch 45 Kehrbezirke, so gab es danach nur noch 22 Kehrbezirke.
1945 - 1989
Das Schornsteinfegerhandwerk leistete einen nicht unerheblichen Teil beim Wiederaufbau. 1953 wurden alle noch bestehenden landesrechtlichen Feuerordnungen außer Kraft gesetzt und für das gesamte Gebiet der DDR eine einheitliche Kehr- und Kehrgebührenordnung erlassen. Zu erwähnen ist, daß große Engagement vieler Kollegen auf dem Gebiet der Berufsausbildung, Feuerstättenkonstruktion und der Mitarbeit in vielen Gremien der Normung und Baurechtssprechung. Besonders im Bereich neuer Feuerstätten und Brennstoffe (Gas) wurde unser Handwerk sehr aktiv und entwickelte viele neue Arbeitsgeräte und Prüfverfahren. Die Situation auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit wurde immer unzureichender. Die durch die "Planwirtschaft" geschaffene Materialsituation verschlechterte sich ständig. Aus dieser Situation heraus war ein Teil der Dächer nicht mehr zu begehen und die Zahl der Mängel an Arbeitsschutzanlagen, Schornsteinen und Feuerstätten nahm ständig zu.
1990
Mit der gesellschaftlichen Wende vollzog sich auch ein Prozeß der Veränderung im Beruf. Äußerlich begann es damit, daß aus der Berufsgruppe wieder eine Innung wurde. Viele neue und unseren Kollegen unbekannte Aufgaben kamen auf uns zu. Dank ist hier den Partnerinnungen aus den Altbundesländern zu sagen, die ohne große Fragen einfach geholfen haben.
1994
Die bei der Zerstörung Dresdens verloren gegangene Innungsfahne wurde neu erstellt. Dies wurde auf Grundlage alter Fotos durchgeführt. Die Fahne wurde aus den Spenden der Bezirksschornsteinfegermeister der Innung Dresden finanziert.
16. bis 19. Juni 1998
Bundesverbandstag des Schornsteinfegerhandwerkes
07. Mai 2010
Festveranstaltung in Moritzburg - "Adams Gasthof" - anläßlich der 300-Jahrfeier
Als Gäste wurden u.a. begrüßt der Sächsische Staatsminister des Innern Herr Markus Ulbig,
der Präsident der Handwerkskammer Dresden Herr Claus Dittrich, der Präsident des Schornsteinfegerhandwerks in Deutschland und
Präsident der Europäischen Schornsteinfegermeisterföderation Herr Hans Günther Beyerstedt,
der Ehren-Landesinnungsmeister Herr Wolfgang Buschan,
der Landes-Innungsmeister Herr Hartmut Kettner sowie Vertreter der Stadt Dresden, der Feuerwehr Dresden, von Marktpartnern und
die Obermeister der anderen sächsischen Schornsteinfeger-Innungen.
Seit 1850 wuurde die Schornsteinfeger-Innung Dresden, zwischenzeitlich die Berufsgruppe Dresden, von nachstehend gennannten Obermeistern geleitet:
- Gregor Anger
- Albert Lutz
- Karl Süß
- Adam Weber
- Paul Götz
- Otto Müller
- Alwin Härting
- Richard Friedrich
- Kurt Hauschding
- Erich Jochmann
- Herbert Schiffel
- Herbert Wenk
- Wolfgang Buschan
- Andreas Gnaudschun
- Michael Kempe
- Gunar Thomas
Informationen rund um das Schornsteinfegerhandwerk erhalten Sie auch auf den Seiten unseres Zentralinnungsverbandes (ZIV):
www.schornsteinfeger.de
(Link öffnet im neuen Fenster.)
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